Freitag, 25. Juli 2008

So ein Auftritt in Berlin...

...ist immer etwas Kurioses. So auch am gestrigen Abend.
Geplant war eine Lesung meines hochgeschätzten Kollegens Jan Wallenstein. Beginn sollte gegen 18 Uhr sein. Um 18 gab es:

1. KEIN BIER!!!
2. Keine Technik
3. Keinen Verantwortlichen

Der Verantwortliche war angeblich gerade Bier kaufen... dies ließ die bösen Gedanken und Hasstiraden auf diesen Laden schnell verschwinden. Gegen 19 Uhr kam dann auch der Veranstalter... im Gepäck unmengen an Alkoholitäten. Die Sonne lachte wieder. ENDLICH FREIGETRÄNKE!
Gegen 20 Uhr gabs dann auch jemanden der uns endlich mit Strom und Technik versorgte. Herr Wallenstein begann also zu Lesen (bzw. zu Lallen... aber das machte das ganze umso unterhaltender) und erfreute das Publikum mit irrwitzigen und versoffenen Ergüssen aus seinem Buch "Nachtschalter".

Ca. 12 Bier später war dann auch endlich die Technik für unseren Auftritt bereit. Ein kurzes Intermezzo seitens der Berliner Polizei konnte uns nun auch nicht mehr abschrecken. Manche Anwohner in der naheliegenden Umgebung haben anscheinend zu viel Langeweile, sind Anti-Alkoholiker, haben keine Hobbys oder sind enfach nur Hu********. Nachdem also die Technik draussen verbannt wurde und ein Heroin-Junkie auf seiner Klampfe begann etwas über Obama und Bush zu gröhlen, gingen wir ins innere dieses grausamen Tempels der Peinigungen.

Nächster Schock: Die Cd mit den Beats läuft nicht auf der Anlage. Also wurde flugs ein PC herbeigeschafft, der dieses Problem jedoch nur geringfügig klären konnte. Keine Möglichkeit um die CD zu stoppen.... sprich: 40 Minuten Amok-Auftritt ohne jederlei Trink-Pausen. Ein Skandal!
Nachdem etliche weitere Freigetränke schnaboliert wurden, konnte dies uns jedoch nun auch nicht mehr schocken und wir legten los.

Vor ausverkauftem Haus (ca. 20 Menschen) rockten wir also die Kulturbegeisterten unserer Hauptstadt. Eine dreiviertel Stunde später waren wir erlöst... Das Ziel: möglichts günstig und nahe Alkohol konsumieren. Also machten wir es uns bei einem nahegelegenem Dönerladen gemütlich, tranken und fraßen wie die Schweine und schmolzen dahin zu den Klängen von Alexander Marcus aus den Handy-Lautsprechern von Maras.

So ein Auftritt in Berlin ist immer etwas Kurioses...

PS: Bald gibts auch Bild- und Videomaterial... also immer wieder mal vorbeischauen...

Zum Wohle!

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